Besondere Vorkommnisse

April/Mai 2018

Der Lok der Zukunft auf Testfahrt in Oberschwaben?
21-04-2018

Die FH-Aachen, Fachbereich Schienenfahrzeugtechnik hat 2017 als erste ausländische Hochschule an der IMechE Railway in England teilgenommen. Obwohl eine ausführliche Erprobung der Lok, getauft auf den Namen „EMMA“ im Vorfeld nicht möglich war, konnte auf Anhieb der 9. Platz erreicht werden.

Bei dem Wettbewerb geht es nicht um Geschwindigkeit.

Es werden bewertet:
  • geringe Lärmerzeugung
  • geringe Beschleunigungswerte im Wagenkasten
  • hohe Beschleunigung des Zuges
  • Energierückgewinnung beim Bremsen
  • Kurzzeitspeicherung der Energie
  • außerdem müssen die bekannten Startzeiten eingehalten werden
  • ein angetriebener Radsatz auf Zeit getauscht werden
  • die Konstruktion wird bewertet
  • Bewertung der Produktdarstellung und der Vermarktung
  • die Darstellung des innovativen Anteils der Lok

Bei dem Projekt unter der Leitung von Tim Tappert haben die Studenten/innen eine hervorragende Möglichkeit die Theorie aus dem Studium in der Praxis zu erproben.

Bei der Challenge konnte eine Verbesserung um immerhin 5 Plätze auf den 4. Platz erreicht werden. Die ausgiebigen Testfahrten auf der Anlage des Schwäbischen Eisenbahnvereins haben sich also gelohnt.
Um in diesem Jahr besser vorbereitet zu sein wurde beschlossen, schon in Deutschland ausführliche Probefahrten zu unternehmen. Die Spurweite der Lok beträgt 10 ¼ Zoll = 260 mm. Es gibt in Deutschland nur eine Anlage, die über diese Spurweite verfügt und so wurden die Testfahrten auf der Anlage des Schwäbischen Eisenbahnvereins e.V. in Kürnbach (bei Bad Schussenried) durchgeführt.
Die Testfahrten wurden am 12.+ 13.April, 17.+18. Mai und 14. Juni durchgeführt.

Die IMechE Railway fand Ende Juni statt.

„Emma“ unterscheidet sich von allen bisher auf der Anlage des Schwäbischen Eisenbahnvereins gefahrenen Lokomotiven. Das betrifft nicht nur das Aussehen, sondern insbesondere die Technik.

Es handelt sich um eine mit Wasserstoff betriebene Lok. Durch eine Brennstoffzelle werden die Batterien geladen, diese liefern den Strom für die vier Elektromotoren.

Mit „Emma“ werden weitere Sicherheitssysteme erprobt, beispielsweise zur Erkennung von Hindernissen auf der Strecke. An dem Projekt sind deshalb auch Informatiker beteiligt.

Fotos und Bericht: Hans-Jürgen Amberg

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2017

Zweites Kürnbacher US-Treffen 2017
01-11-2017

Die Freunde von Eisenbahnmodellen nach US-amerikanischem Vorbild trafen sich vom 29.10. bis 1.11.2017 bereits zum zweiten Mal auf der wunderschönen und topgepflegten Anlage in Kürnbach. Am Freitag reisten die Teilnehmer an und konnten bereits nach Absprache die Anlage auch im Gegenverkehr mit Kreuzungen in den drei Ausweichmöglichkeiten befahren, auch Nachtfahren war möglich. Der Samstag war dann dem Betrieb nach Fahrplan mit wechselnden Zuggarnituren sowie dem Fahren im Gegenverkehr mit Zugsicherung durch „Token“ vorbehalten. Am Sonntag konnte im Rahmen des offiziellen Fahrbetriebs, der aus Anlaß des Herbstmarktes mit mehreren Publikumszügen verkehrte, im Rahmen der bei solchen Ereignissen üblichen Beschränkungen gefahren werden.

Es waren fünf Teilnehmer mit sieben Loks – alle in 5‘ – anwesend. Aus den verfügbaren Güterzugwagen wurden fünf Güterzugstammgarnituren gebildet, außerdem stand der Expresszug mit fünf Personenwagen und einem Postpackwagen zur Verfügung.

Da diesmal keine 7.1/4‘ Lok beteiligt war, konnte der Betrieb durch entsprechende Federweichen in den Ausweichen einfacher abgewickelt werden, da nicht berücksichtigt werden musste, dass die 7.1/4‘ Spur nur jeweils in einem Gleis der Ausweichen verlegt ist. Nach einer kurzen Einweisung der Teilnehmer gab es einen Fahrbetrieb nach graphischem Fahrplan im Gegenverkehr mit Kreuzungen in den Ausweichen. Die Loks wurden nach Eintreffen in den Bahnhof abgehängt, in der Regel gewendet und immer in der Gegenrichtung, meist mit einer anderen Zuggarnitur, auf die Weiterreise geschickt. Die Caboose wurde selbstverständlich immer am Zugschluss angehängt und musste deswegen stets umgesetzt werden.

Anschließend wurde im Gegenverkehr mit Token gefahren. In jede Richtung waren 3 Garnituren im Umlauf ohne Lok umsetzten. Auch Doppeltraktion kam da zum Einsatz. Als Token bezeichnet man im Eisenbahnwesen ein Objekt, dessen Besitz zum Befahren eines eingleisigen Streckenabschnitts berechtigt. Tokensysteme zur Zugsicherung sind oder waren auf den britischen Inseln sowie in den ehemaligen britischen Kolonien verbreitet. In England wird das System heute noch bei Museumsbahnen gepflegt. In der ältesten Form hat der Token die Form eines Staffelstabes aus Holz oder Metall, der mit dem Namen des Streckenabschnittes beschriftet ist. Der Lokomotivführer erhält als Fahrberechtigung den Token im Ausgangsbahnhof und gibt ihn in der nächsten Ausweichstelle wieder ab. Da für jeden eingleisigen Streckenabschnitt nur ein Token vorhanden ist, werden Kollisionen effektiv verhindert. Da die Anlage in Kürnbach drei Streckenabschnitte aufweist, sind drei Token als Fahrberechtigung erforderlich. Die 3 Token (Alustäbe) haben die Farben Rot, Schwarz und Grün und entsprechend gestrichene Aufhängepfosten sind an den jeweiligen Ein- und Ausfahrweichen aufgestellt. Mit Hilfe dieses einfachen und bewährten Sicherungssystems wurde der restliche Zugverkehr am Samstag absolut problemlos abgewickelt.

Die Betreuung und Versorgung der Teilnehmer und Begleitung war wiederum hervorragend. Im Namen aller ein herzliches Dankeschön an den SEV, insbesondere an Grillmeister Rolf Dölle, die Damen, die für uns den Cateringservice in der Küche perfekt durchgeführt haben, und „Stellwerker“ Dieter Riehlein.

Das nächste US-Treffen ist für den 15./16. September 2018 geplant.

Die Bilder stammen von öffentlichen Veranstaltungen des SEV. Sie entsprechen damit den gesetzlichen Grundlagen.



Text: Bernd Schmidt & Alexander Rudin
Bilder: Dieter Riehlein, Sascha Rabensdorf, Gotfried Guder, Edith Rudin

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2016

Vereinsausflug 2017
20-05-2016
Nach mehreren Jahren und verschiedenen Anläufen hat es endlich geklappt: der SEV hat für seine Mitglieder einen Ausflug zu einem eisenbahn-technischen Ziel organisiert. Und wie es sich für einen Eisenbahnverein gehört sind wir natürlich mit der Bahn gefahren. Am Samstag den 20.Mai kamen 24 Mitglieder und Familienangehörige nach Heilbronn in das Süddeutsche Eisenbahnmuseum.


Dank der guten Organisation von Günther Hirthe konnten wir nicht nur das offizielle Museum mit seinen ca. 20 restaurierten Lokomotiven unterschiedlicher Epochen besichtigen sondern auch die der Öffentlichkeit normalerweise unzugängliche Sammlung verschiedenster Fahrzeuge in unterschiedlichem Restaurierungszustand. Im Rahmen einer ausführlichen und hochinteressanten Führung konnten wir einen bleibenden Eindruck von den Schwierigkeiten und Mühen eines solchen Vorhabens gewinnen.  





Die folgenden Bilder geben einen Eindruck von den zur Schau gestellten Exponaten.






Nicht alle Teilnehmer haben sich zu diesem Gruppenfoto versammelt.

06.17/Ri
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2015

1. US-Treffen in Kürnbach für amerikanische Gartenbahnen
03-10-2015


Am Samstag, dem 3. Oktober 2015 fand beim SEV in Kürnbach bei strahlendem Herbstwetter das 1. Treffen für amerikanische Gartenbahnen statt.
Die Teilnehmer reisten bereits am Freitagmittag an und es wurde gleich, wie geplant, im Gegenverkehr gefahren.
Am Samstag waren 5 Züge in 5 Zoll und ein Zug in 71/4 Zoll Spurweite unterwegs und ein graphischer Fahrplan, ausgearbeitet von Bernd Schmidt aus Villingen, ergab einen interessanten Fahrbetrieb.
Jeder Lokführer bekam für seine Lok einen Dienstplan, mit vorgegebenen Abfahrtszeiten im Bahnhof, und wann wo welcher Zug gekreuzt werden musste. Der Zug machte eine Runde in eine Richtung, dann Lok auf Drehscheibe drehen, Caboose ans andere Zugende setzen und nächste Runde in der entgegengesetzten Richtung absolvieren. Dabei wurden die 5 Zoll Züge auch ausgetauscht. Der gesamte Ablauf dauerte gute 3-4 Stunden und wurde zweimal durchgeführt. Nach dem Abendessen wurde noch bis 23:00 Uhr frei im Gegenverkehr gefahren, nach Absprache, und es gab an beiden Tage keine einzige kritische Situation wegen einer Begegnung auf einem Eingleisabschnitt.
Wir waren 12 aktive Teilnehmer mit Begleitung und einige Vereinsmitglieder haben uns auch besucht.
Es war ein sehr schöner Anlass auf der fantastischen Anlage des SEV. Auch die Verpflegung war, nicht zuletzt dank tatkräftiger Unterstützung von Rolf Dölle, hervorragend.

Die Bilder stammen von öffentlichen Veranstaltungen des SEV. Sie entsprechen damit den gesetzlichen Grundlagen.

Text: Alexander Rudin
Bilder: Sascha Rabensdorf

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2011

Neuer Kessel für die große Lok „KEPHALLENIA“
07-08-2011

Der Kessel der Lok Kephallenia zeigte während des Fahrtages am 7. August 2011 Abnutzungserscheinungen an einem im Kesselinneren liegenden Rauchrohr in Form eines geringfügigen Wasseraustritts.

Obwohl der Altkessel nach einem Rohrwechsel noch weiter TÜV fähig gewesen wäre, erschien angesichts des Termindrucks, seines Alters von über zwanzig Jahren, und eines schon vorhandenen neuen Ersatzkessels eine Reparatur bzw. eine Generalüberholung nicht sinnvoll. Rauchkammer und Schlot sollten wieder verwendet werden und wurden an den neuen Kessel angepasst. Auch der Regler war noch in Ordnung. Er ließ sich aber nicht mehr demontieren. Um ihn nicht zu beschädigen, musste er aus dem Altkessel in einer spektakulären Aktion (1. Bild) heraus getrennt werden.




In einer Hauruck-Aktion wurde der Kesseltausch trotz umfangreicher notwendiger Anpassungen an das Fahrwerk von einem kleinen Team von Vereinsmitgliedern durchgeführt.









Nach 3 Wochen war der Kesseltausch abgeschlossen und die KEPHALLENIA wieder im Fahreinsatz.

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